Wir haben die 9 Tonnen CO2-Äquivalent, die wir durch unsere Flugreisen nach Chiapas im Februar und zum Treffen des RedproZapa-Netzwerks in Athen im November produziert haben, durch Wiedervernässung-Zertifikate für das Grootmoor nördlich von Hamburg kompensiert.
Seit 2018 kompensieren wir die Klimaauswirkungen unserer Flüge zu den Kaffeeproduzent*innen auf diese Weise. Moore zählen zu den Ökosystemen mit der höchsten Kohlenstoffdichte auf der Erde, in den letzten 200 Jahren wurden aber viele Moore in Deutschland entwässert und zerstört. Damit gelangte sehr viel CO2 in die Atmosphäre. Durch Wiedervernässung werden erneut große Mengen Kohlenstoff in den Mooren gebunden.
Wir sehen die Ambivalenz dieses Umgangs mit den eigenen Emissionen. Momentan sind wir jedoch nicht in der Lage, diese an anderer Stelle einzusparen. Die Kompensation über Moore in der eigenen Region fanden wir besser, da es nachhaltiger, transparenter und im eigenen Umfeld ist, während viele andere Kompensationsangebote Menschen im Globalen Süden betreffen und damit globale Ausbeutungsverhältnisse reproduzieren und es viel berechtigte Kritik an deren Transparenz, Nachhaltigkeit und Wirksamkeit gibt. Dennoch ist auch die von uns gewählte Kompensation nicht ohne Probleme. Weitere Hintergründe zu dem Thema findet ihr in diesem Artikel in der taz.
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